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Der bunt geschmückteBaum auf dem Dach ist der Beweis: Bei Fundament eG und bei der benachbarten Gruppe Baumaßschneider wurde am 14. Februar 2014 Richtfest gefeiert. Zünftig. Mit Reden, mit Zimmermann Tobias Krüger auf unserem  Dach, einem klassischen Richtspruch, einem guten Tropfen, einem guten Wurf – bei dem zwei Gläser am Boden zerschellten. Unsere Glücksbringer.

RohbauWittelsbacherallee 31 in 60316 Frankfurt am Main: Langsam lohnt es sich, die Adresse zu notieren: Am neuen Haus der Genossenschaft Fundament Bauen Wohnen Leben eG wird am Freitag, 14. Februar, Richtfest gefeiert. Die Baumaßschneider im Haus Nummer 33 feiern mit, auch sie haben den Rohbau fertiggestellt.

Ein bisschen früher dran, nämlich Anfang Dezember, waren die Gruppen in den Hinterhäusern: die Schnelle Kelle und die Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt. Das sind nun vier Gruppen, die auf dem ehemaligen Naxosgelände im Frankfurter Ostend gemeinschaftliches Wohnen realisieren wollen. Zwei weitere Häuser von Wohngruppen, die die gleichen Ziele haben, werden noch hochgezogen: An der Wittelsbacherallee baut die Frauenwohnungsbau / Lila Luftschloss eG mit ihrer Bewohnergruppe W.I.R.(Wir in Rente) noch die Nummer 29 und an der Waldschmidtstraße entsteht das so genannte Musikerhaus der Bürgerhaus AG.

Stockwerk für Stockwerk arbeitet sich das Rohbauunternehmen hoch: Der Naxos-Projektgruppe von Fundament eG kann es natürlich nicht schnell genug gehen. Schließlich möchte sie den Winter 2014 bereits im neuen Haus an der Wittelsbacherallee verbringen. Der Kran bedient die Häuslebauer reihum. Immerhin haben sich vier Gruppen, die gemeinschaftlich wohnen wollen, auf denselben Rohbauunternehmer geeinigt.

Sie haben gut lachen, die Männer und Frauen der Projektgruppe Naxos in der Genossenschaft Fundament, die sich hier vor ihrem Tagungsraum im Nachbarschaftszentrum Ostend vorstellen: Nach langem Warten, verbunden mit einer intensiven Geduldsprobe, können sie darauf hoffen, dass ihr geplantes Haus auf dem ehemaligen Naxosgelände an der Wittelsbacherallee Ende 2014 bezugsfertig sein wird. Zwölf Wohnungen sollen dort entstehen, zwei davon öffentlich gefördert. Selbst verwaltetes, ökologisches und soziales Wohnen sind die Charakteristika der Frankfurter Genossenschaft Fundament.

Mit dem Ende des ersten Halbjahres wurde das Tiefgeschoss fertig. Damit kann der Bau in eine kurze Somemrpause gehen, bevor im zweiten Halbjahr der Hochbau beginnt. 

 

Der Bau der Tiefgarage ist abgeschlossenDie Baugenossenschaft Fundament eG will Ende Juli 2013 auf dem ehemaligen Naxosgelände mit dem Hausbau beginnen. Die Tiefgarage für alle Gruppen, die an der Wittelsbacherallee  gemeinschaftlich wohnen werden, wird demnächst  im Rohbau fertig; inklusive der Keller. Fundament und drei weitere Baugruppen haben sich darauf geeinigt, gemeinsam dasselbe Rohbauunternehmen zu beauftragen.

Fundament baut 12 Wohnungen, darunter werden zwei öffentlich gefördert und sie erhalten Zuwendungen der Stiftung trias. Im Erdgeschoss wird ein Gemeinschaftsraum eingerichtet. Die 15 Bewohnerinnen und Bewohner sind zwischen 30 und 73 Jahre alt. Sie werden einige Einrichtungen auch gemeinsam nutzen. Das  fünfgeschossige Haus entsteht nach den Plänen der Darmstädter Architektin Corinna Bauer.

Im November 2012 begannen die Bauarbeiten an unserem Haus auf Naxos mit den ersten Erdaushubarbeiten. Schon eine Woche später wurde der Kran aufgestellt und Anfang Dezember schließlich das Fundament gegossen.

Damit sich die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner des Fundament-Hauses an der Wittelsbacherallee besser kennen lernen können, hat Ende Juli 2012 Jan Zabel, der Jüngste in der Projektgruppe Naxos von Fundament, zu sich eingeladen. Jan wohnt in einem der fünf behindertengerecht umgebauten Appartements des Frankfurter Verbands für Alten- und Behindertenhilfe im Pflegeheim Bockenheim. Er nimmt teil am Projekt „Wohnen im Übergang“ für junge Erwachsene mit Lernschwierigkeiten. Jan ist soweit, dass er allein wohnen kann; aber am besten nicht irgendwo anonym, sondern in einem Projekt „gemeinschaftliches Wohnen“, wo er für sich sein und trotzdem Anschluss finden kann. Jan hat jetzt eine ebenerdige Einzimmerwohnung im Erdgeschoss mit Zugang zu einem Hof. Er war – mit seinen Eltern im Hintergrund - ein aufmerksamer Gastgeber für seine künftigen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner auf dem Naxosgelände.

Auf der Tiefgarage entsteht nach den Plänen der Architektin Corinna Bauer (Darmstadt) das fünfgeschossige Fundament-Haus, für das die Genossenschaft alles vorbereitet hat. Hier entstehen 12 Wohnungen und ein Gemeinschaftsraum. Getreu dem Genossenschaftsgedanken gelten hier Mitsprache und Mitverantwortung, die Bewohnerinnen und Bewohner zwischen 30 und 72 Jahren haben ein lebenslanges Nutzungsrecht. „Gemeinsam erreichen wir mehr“, sagen sie sich und teilen Autos, Waschmaschinen, Bücher, Zeitungsabonnements; sie stehen füreinander ein, werden ihren Gemeinschaftsraum mit Leben füllen und soziale wie kulturelle Angebote ins Stadtviertel hineintragen.

Die Baugenossenschaft Fundament rechnet damit, dass sie bald auf dem ehemaligen Naxosgelände im Frankfurter Ostend den ersten Spatenstich tätigen kann. Das heißt, sie hofft jeden Tag auf die Baugenehmigung für die Tiefgarage. Bauherren sind die fünf Gruppen, die auf dem Gelände gemeinschaftliches Wohnen verwirklichen wollen: Vorn an der Wittelsbacherallee bauen (von links) Lila Luftschloß eG/W.I.R. (Wir in Rente), Fundament eG, Baumaßschneider GbR; hinten links  die Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt am Main eG und rechts die Schnelle Kelle eG. Sie agieren als Projektgruppe GWN – Gemeinschaftliches Wohnen auf Naxos. Die Bürgerstadt AG als sechste Gruppe an der Waldschmidtstraße ist am Bau der Tiefgarage nicht beteiligt.

Die Baugruppen haben ein Drittel des Geländes von der Stadt in Erbpacht bekommen. Die ABG Frankfurt Holding bebaut zwei Drittel an der Wingertstraße und an der Wittelsbacherallee.

Ungewöhnlich an dem Projekt ist, dass erstmals in Frankfurt ein komplettes Ensemble von Häusern mit gemeinschaftlichem Wohnen entsteht. Das ist natürlich eine Herausforderung, weil sich fünf Gruppen beim Bau der gemeinsamen Tiefgarage basisdemokratisch über alle Vorgehen einigen müssen, dann auch noch hierarchiefrei und zum großen Teil mit ehrenamtlichem Engagement.
 

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