Projekte

Kaum gegründet, wurde schon gebaut: Im Herbst 2007 sind acht Familien mit kleineren und größeren Kindern in ihr neues Haus in der Alkmenestraße 24 in Frankfurt-Preungesheim eingezogen. Es war das erste Haus der 2005 gegründeten Baugenossenschaft  Fundament eG Bauen Wohnen Leben. Es ist ein Niedrigenergie-Haus mit einem fortschrittlichen Brauchwasser-System. Auf politischer Ebene ist es Fundament und der Projektgruppe Frankfurter Familien gelungen, dass der bei städtischen Erbpachtgrundstücken übliche Kinderrabatt auch für Genossenschaften gilt. Wie lebendig es in dem Haus zugeht, zeigen die folgenden Informationen.

Kontakt: Frankfurter Familien, Franca Schirrmacher,
f.schirrmacher@googlemail.com
 

8-Familien-Wohnhaus Alkmenestr. 24, Frankfurt, bezugsfertig (September 2007)

Das vom Architektenteam bb22 entworfene Haus der Frankfurter Familien von Fundament gehört zu 18 Wohnprojekten, die in dem neu erschienenen Buch „miteinander bauen“ als vorbildlich gepriesen werden. Christoph Gunßer, Autor mit dem Schwerpunkt nachhaltiges Planen und Bauen, und Theo Peter, Banker und Leiter des Netzwerks BauZEIT  haben die Objekte „nach architektonischer und sozialer Qualität“ ausgewählt. Es sind unterschiedliche Stile, sie passen sich an unterschiedliche örtliche Gegebenheiten an. Vorgestellt werden zum Beispiel zehn Stadthäuser in Leipzig-Gohlis von Augustin und Imkamp („Vom Schrott zum Platz“)  oder neun Solarreihenhäuser in München-Schwabing von Ingo Bucher-Beholz mit BauZEIT-Netzwerk (Vielfalt in der Einheit) oder fünf Stadthäuser in Saarbrücken-St.Arnual von Markus Ott (Patchwork-Stadt).

Es handelt sich meist um größere Projekte, Quartiere, mehrere Stadthäuser in einer Anlage. Das genossenschaftliche Wohnhaus für sechs Familien in Preungesheim von bb22, das die Autoren „Bunter Familienturm“ nennen, fällt dabei aus dem Rahmen. Gerade mal ein Obstgarten war damals am Rande des Entwicklungsgebiets Frankfurter Bogen noch frei, als die Projektgruppe Frankfurter Familien der neu gegründeten Genossenschaft Fundament bei der Stadt Frankfurt wegen eines Erbbaugrundstücks anfragte. Es ist im Buch das einzige Einzelobjekt auf Etagen, ein Hingucker im Viertel und immer wieder Ziel von Besuchergruppen, die ebenfalls gemeinschaftliches Wohnen planen oder von Fachleuten wie beim Architektursommer Rhein-Main im Mai 2011. Große Balkone, Erker, viel Farbe – das sind die Zeichen nach außen. Besonderheiten im Inneren: stützenfrei, „damit auch nonkonforme Grundrisse ohne Wohnraum und Elternschlafzimmer untergebracht werden können“, eine Umrüstung auf „Normalwohnungen“ aber möglich wäre, wie die Autoren schreiben.  Sie empfehlen den mit „Fantasie und Geschick 2007 realisierten Familienturm gerade in den teuren Ballungsräumen, wo Nachbarschaft fast  nur noch im Geschossbau möglich ist, als Modell für ein kostengünstiges, dem Leben anpassbares solidarisches Bauen und Wohnen.“

Christoph Gunßer, Theo Peter: miteinander bauen. Architektur für gute Nachbarschaften. Baugruppen / Baugenossenschaften, dva, 2010

Zuerst waren sie zu Gast bei der Projektgruppe Preungesheimer Ameisen, das nächste Mal sind die Mitglieder des Netzwerks Frankfurt für Gemeinschaftliches Wohnen zu Gast bei den Frankfurter Familien der Genossenschaft Fundament. Jedes zweite der monatlichen Treffen soll möglichst bei einer Projektgruppe stattfinden, hatten die Netzwerk-Mitglieder in diesem Jahr beschlossen. Ziel ist, sich untereinander besser kennen zu lernen. Da bei den Treffen in der Regel nur ein oder wenige Vertreterinnen und Vertreter einer Gruppe anwesend sind, bietet „Zu Gast …“ die Chance, mehrere Leute einer Gruppe und sogar deren Haus kennen zu lernen.

Zu Gast bei… den Frankfurter Familien von Fundament eG: Das Treffen ist am Mittwoch, dem 18. August 2010, von 18.30 bis 20.30 Uhr in Preungesheim, Alkmenestraße 24. info@gemeinschaftliches-wohnen.de

21.-23. Mai 2009

Ziel der diesjährigen Studienreise des Bayerischen Seminars für Politik e.V. sind unterschiedliche Wohn- und Quartiersprojekte in Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und ggf. Kassel. Besonders interessieren die Wohnprojekte, die in Kooperation mit Wohnungsunternehmen umgesetzt wurden und wie diese in das Quartier ausstrahlen. Neugegründete Bau- und Wohnungsgenossenschaften stehen ebenso auf dem Programm wie die Frage nach Wohnmodellen für generationenübergreifendes Wohnen bzw. altershomogenes Wohnen. Insbesondere für Vertreter/innen von Kommunen dürfte die Vorstellung der „aktivsten Gemeinde Hessens“ Antworten darauf geben, wie es gelingen kann, den demografischen Wandel mit den Bürger/Innen zu gestalten.

Auch das erste Fundament-Haus im Frankfurter Stadtteil Preungesheim ist Ziel der Erkundungen. 

Zielgruppe sind Planerinnen und Planer, Verantwortliche aus Politik und Verwaltung und Wohnungsbaugenossenschaften, Initiator/innen von Wohnprojekten und sonstige Interessierte am gemeinschaftsorientierten Wohnen.

Anerkennung ArchitektenkammerFUNDAMENT erhält für ihr erstes Wohnprojekt den diesjährigen Architekturpreis des Hessischen Ministeriums der Finanzen und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen.

Eine besondere Anerkennung erhielt die erste FUNDAMENT-Wohngruppe „Frankfurter Familien“ für ihr von der Frankfurter Architekten- und Stadtplanergemeinschaft bb22 errichtetes Energiesparhaus in der Alkmenestrasse 24 in Preungesheim.

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